Heidenrod, 4. Juli 2026 – Am vergangenen Samstag war es so weit: Eine hochkarätig besetzte Delegation machte sich auf den Weg, um die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs „Schönste Gärten Heidenrod“ zu besuchen. Bürgermeister Volker Diefenbach, Prof. Klaus Werck von der Kulturvereinigung Heidenrod sowie Frau Giebel vom BUND-Kreisverband Rheingau-Taunus nahmen die persönlichen Besuche vor, um den Gewinnern herzlich zu gratulieren und die wohlverdienten Präsente zu überreichen.

Die Jury hatte im Vorfeld die Qual der Wahl, denn die eingereichten Gärten zeigten eindrucksvoll, wie harmonisch sich Ästhetik, Nutzgärtnerei und aktiver Naturschutz miteinander verbinden lassen. Die Bandbreite reichte in diesem Jahr von jungen, innovativen Konzepten bis hin zu jahrzehntelang gewachsenen Lebenswerken.

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:

  1. Preis: Herr Norbert ThurnDickschied

Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an ein wahres Meisterwerk der Naturnähe. Die Jury würdigte das große, parkartige Grundstück von Norbert Thurn als echtes „Lebenswerk“ und Ausdruck eines jahrzehntelangen, seiner Zeit vorausgewesenen Engagements für den Naturschutz.

  • Vielfältige Habitate: Auf dem Gelände befinden sich ein Ringelnatterhabitat, Schwalbennester, Fledermaussteine, ein Insektennisthotel und ein Sandarium. Geländestufen wurden geschickt mit Natursteinmauern abgefangen.
  • Wasser und Flora: Ein großer Teich im Format eines kleinen Sees, gesäumt von Kopfweiden und standortangepassten Stauden, prägt das Bild. Mehrdimensionale Gehölz- und Baumstrukturen bieten Vögeln Schutz.
  • Nachhaltigkeit & Raritäten: Neben einem großen Nutzgarten mit einer beeindruckenden Sortenvielfalt (u. a. bei Tomaten) und intensiver Kompostwirtschaft sticht das angepasste Mahdregime hervor, das ein ökologisch herausragendes Vorkommen der seltenen Schachbrettblume in hoher Zahl fördert.
  • Gastfreundlicher Empfang: Der Besuch bei Familie Thurn bot zudem einen besonders feierlichen Rahmen: Die Gastgeber luden die Delegation zu einem Sektempfang in ihren wunderschönen Garten ein, bei dem Käse und feine kleine Wurstspezialitäten gereicht wurden und man sich in idyllischer Atmosphäre austauschen konnte.
1.Preis Norbert Thurn in Dickschied
1.Preis Norbert Thurn in Dickschied

2. Preis: Frau Stefanie Herr – Laufenselden

Dass auch in einem Neubaugebiet in kürzester Zeit eine Oase für die Tierwelt entstehen kann, bewies Stefanie Herr.

  • Lehrbuchhafte Gestaltung: Ihr junger Garten überzeugt durch eine lehrbuchmäßige Kombination aus Nutz- und Naturgarten.
  • Ressourcenschonung: Das stufige Hanggrundstück wurde mittels Trockenmauern abgefangen und es kam konsequent recyceltes Material zum Einsatz.
  • Wohlfühloase: Ein gut integrierter Teich dient als wichtiger Lebensraum in diesem attraktiven Wohlfühlgarten.
2.Preis Frau Stefanie Herr - Laufenselden
2.Preis Frau Stefanie Herr – Laufenselden

3. Preis: Frau Petra Mergner – Laufenselden

Ein Vorzeigeobjekt in Sachen Nachhaltigkeit präsentierte Petra Mergner

  • Kreislaufwirtschaft im Fokus: Ihr Garten besticht durch ein durchdachtes Kreislaufsystem aus Hühnerhaltung, Bienen, Obstbäumen, Hochbeeten und eigenem Kompost.
  • Klimaanpassung: Eine wassersparende Tröpfchenbewässerung sorgt für den effizienten Umgang mit Ressourcen.
  • Artenschutz: Mit Vogelnistkästen, Steinhaufen, Altholzinseln und einem insektenfreundlichen Mahdregime wurden vielfältige Habitate geschaffen.
3.Preis Frau Petra Mergner - Laufenselden
3.Preis Frau Petra Mergner – Laufenselden